1. Emmendinger Männertag (19.06.2018)

Quelle: © Leberecht, Martin
Quelle: © Leberecht, Martin

„Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur“ so brachte der Schriftsteller Jean Paul den Weg für ein gelingendes Mannsein auf den Punkt. Am 28. April trafen sich 32 Männer aus dem Großraum Emmendingen, zum Teil aus der Ortenau und dem Markgräfler Land zum ersten ökumenischen Männertag im Pfarrzentrum der Emmendingen St. Bonifatius-Gemeinde.

Gemeinsam gingen wir den Fragen nach, die uns als Männer beschäftigen: Wie können wir zu unserer ureigenen Lebensspur finden?  Unsere Einzigartigkeit als Mann und Mensch entfalten? Wie können wir starre gesellschaftliche Rollenbilder „aufbrechen“ und mit unseren Potentialen und Visionen in Kontakt bleiben? Nach einer kurzen Körperübung hielt der bekannte Coach und Organisationsentwickler Dr. Michael J. Heim ein Impulsreferat und gab uns ein paar Fragen mit in die anschließende Kleingruppenarbeit. Durch die kleine Gruppengröße bildete sich sehr schnell eine offene und vertrauensvolle Atmosphäre, so dass die Gespräche sehr schnell an Tiefe gewannen – ja fast schon therapeutische Wirkung entfalteten. In unserer Gruppe waren wir deshalb etwas traurig, dass wir nach einer Stunde unser Gespräch unterbrechen mussten. Nach dem kräftigenden Mittagsmal verteilten wir uns auf insgesamt vier Workshops mit ganz unterschiedlichen Inhalten, so dass für jeden etwas Interessantes dabei war.

Im Workshop 1 ging es um Brüche und Risse im Leben, um Erfahrungen im eigenen Leben, die unser inneres und äußeres Mannsein geformt und gestärkt haben. Der zweite Workshop befasste sich mit der Bedeutung des Schwertes für den persönlichen Lebensweg und um Schnitte, die wir aus unserer Mitte heraus führen, um uns für unseren Weg zu öffnen.

Der dritte Workshop vermittelte die fünf zentralen Botschaften, die der bekannte Franziskanerpater Richard Rohr in den Initiationsriten der  unterschiedlichsten Kulturen fand. Hier konnten Männer deren lösende und befreiende Kraft auf einer Forschungsreise mit Körperarbeit, Imaginationsübungen, durch Zeichnen und im Austausch miteinander entdecken.

Der Workshop Nr. 4 war weithin hörbar – hier wurde getrommelt, gesungen und getanzt. So kamen die Teilnehmer in Kontakt mit anderen Männern und sich selbst und genossen es, Teil von „etwas Größerem“ zu sein.

Ich selbst hatte mich für den Workshop zwei entschieden und so fand ich mich am Nachmittag gemeinsam mit sechs weiteren Männern auf der Wiese des Emmendinger Stadtgartens wieder. Gemeinsam mit dem Freiburger Coach und Lehrer für initiatische Schwertarbeit Thorsten Karas erkundeten wir die Bedeutung, die das Schwert für unseren jeweiligen Lebensweg hat. Atem-, Konzentrations- und Körperübungen füllten die kommenden beiden Stunden, die uns einiges abverlangten. Nie hätte ich gedacht, dass man sich im Kampf mit einem japanischen Holzschwert, einem sogenannten „Bokken“ dermaßen verausgaben kann, dass man zwei Tage danach trotz regelmäßiger sportlicher Betätigung einen tierischen Muskelkater von der Schulter bis in die Unterarme verspürt.

Hierbei lernten wir viel über unsere Einstellung zu Zielen, Visionen und Konflikten, über Entschiedenheit, Klarheit und das Vertrauen in das eigene Tun.

Es tat gut, sich an diesem Tag mit Männern in unterschiedlichen Lebenslagen auszutauschen und vielfältige Eindrücke mitnehmen zu dürfen.

An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an die Veranstalter verbunden mit der Hoffnung, den Männertag zu einer festen Institution im Bezirk werden zu lassen.

Achim Lott

 
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Samstag, 23. Februar 2019